Die nächste Sitzung findet am 04. Juni 2024 bei Sabine Mitzel statt. Näheres siehe Aktuelles
AKTUELL: 18.05.2024: Mähen der Kirschwiese mit der Sense, Helfer sind herzlich willkommen!

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Station 3:
Halbtrockenrasen

Trockenmauer als Überlebensraum von Eidechsen, Insekten und Pflanzen.

 

Halbtrockenrasen: Ist Lebensraum seltener Tier- und 
Pflanzenarten und gilt in Deutschland als stark gefährdet
 

 

Station 3 ist ein Wiesenstück in Hanglage am Castellberg, mit süd-östlicher Ausrichtung, ca 100 qm groß. 

Begrenzt nach oben von einer Trockenmauer, einem Weg und Waldrand und nach unten begrenzt  von einem Weg und Reben.

 

Ausgangssituation:

Starker Bewuchs von Brombeeren, die im Herbst 2022 abgemäht wurden, alles auf eine einheitliche Höhe von ca 20 cm.

 

 

 

Bisherige Arbeitseinsätze des Arbeitskreises auf Station 3

 

 

Februar 2023 

 

Auf 2/3 der Fläche wurde der Brombeerbewuchs händisch 

bis auf den Boden abgeschnitten. Das verbleibende 1/3 wurde aufgrund der beginnenden Vegetationszeit sich selbst überlassen. Ebenso wurden Steinhaufen mit Totholz freigelegt als auch neue Steinhaufen angelegt mit Kalksteinen vom Castellberg. 

 

Die Folge: Vielfältige Vegetation wird sichtbar 

(Wildrosen, Ginster, Hartriegel, Holunder, Seifenkraut, … )

Ebenso gilt es die angrenzende Trockenmauer von zu starkem Bewuchs v.a. durch Efeu freizuhalten, da sich in zu dicht bewachsenen Teilen, keine Eidechsen und Reptilien ansiedeln.

 

 

Mai 2023 

 

Der Bewuchs wurde bis auf wenige Stellen 

bis zum Boden abgemäht. Jetzt kann man beobachten, 

was sich ansiedeln und wachsen wird.

Trocken- und Halbtrockenrasen

 

Trocken- und Halbtrockenrasen kommen auf basenreichen Böden trocken-warmer Standorte in Landschaften mit relativ geringer Winterkälte und hohen Sommertemperaturen vor. Besonders gut sind sie in niederschlagsarmen Landschaften des Hügel- und Flachlandes entwickelt.

 

Halbtrockenrasen stellen eine spezielle Variante der Magerrasen (siehe Informationstafel Magerrasen) dar. Sie finden sich auf flachgründigen und ungedüngten Standorten. 

Anders als die sog. Volltrockenrasen, die an von Natur aus waldfreien Standorten (z.B. auf Felsbänken) vorkommen, wären die Halbtrockenrasenstandorte ohne menschliche Eingriffe (Mahd oder Beweidung) bewaldet. Halbtrockenrasen bilden den Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten und gelten in Deutschland als stark gefährdet.

 

In unserer großflächig überdüngten Landschaft findet man kaum noch Halbtrockenrasen, bestenfalls noch als kleinste Fragmente. 

Denn Halbtrockenrasen sind mager und von spärlichem Bewuchs. Das Regenwasser fließt schnell ab und Grundwasser tritt nicht in Erscheinung. Sie sind auch nicht satt grün sondern eher bräunlich, im Winter wirken sie welk. Gerade wegen der niedrigen, lückenhaften Vegetation sind Halbtrockenrasen die artenreichsten Wiesen die es bei uns gibt. 

 

In Ermangelung dichter Vegetation gibt es viele Lücken, die das Licht bis auf den Boden lassen und so haben hier unscheinbare, kleinwüchsige Kräuter die Möglichkeit zu leben. Wo so viele verschiedene Blütenpflanzen beieinander stehen, stellt sich auch eine hohe Insektenvielfalt ein. Eine ganze Reihe von Falter- Bienen- Käfer- und Grashüpferarten halten sich primär auf trockenen Flächen auf. Und noch mehr Insektenarten kommen an diesen, oft wärmebegünstigten Flächen gezielt vorbei, um sich von Nektar, Pollen und Blätter zu ernähren, oder ihre Eier an den Pflanzen abzulegen. 

 

Es ist möglich durch Pflege Halbtrockenrasenvegetation auf geeignetem Gelände wieder herzustellen. Aber ob es dann noch die vielen Arten dazu gibt?

Trockenmauer

 

Vor rund 2000 Jahren brachten die Römer die Fertigkeit des Trockenmauerbaus zu uns nach Mitteleuropa. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich Mauern dann zu interessanten Lebensräumen aus Menschenhand entwickelt. Mauern sind ein faszinierender Lebensraum. 

Gut zu beobachten sind die Zauneidechsen. Gerade für sie, die selten geworden sind, stellen Trockenmauern wichtige Überlebensräume dar. Doch Trockenmauern sind rar geworden. Von Menschen geschaffen, sind sie auch wieder dem Menschen zum Opfer gefallen. 

Abgelöst wurden sie von Betonwänden, von festgemauerten Einfriedungen und von Jägerzäunen - und mit den Mauern sind auch ihre Bewohner verschwunden. Gibt es sie noch, dann sind die Bauwerke häufig dem Zerfall überlassen und bald ist nur noch wenig von ihnen übrig. 

 

Neben dem Erhalt und der Pflege bestehender Mauern wäre es deshalb wichtig, die Trockenmauer wieder als ein belebendes Element in unsere Gärten und Landschaften einzubringen. 

 

Wie das geht, erfahren Sie hier:

https://www.ballrechten-dottingen.de/Gemeindeleben/Arbeitskreise/Arbeitskreis-Natur-und-Umwelt/Castellberg-Projekt/Projektbeschreibung

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